Bilanz 2018

Für die Mitglieder, die Spender und Unterstützer, hier die Bilanz unserers Vereines Kinder Jemens in Not e.V. zum Ende des Jahres 2018 in Zahlen.

  • Der Verein arbeitet in vier Distrikten des Landes. In Taiz, Sanaa, Hudayidah und Ibb
  • 3 Hilferinnen und Helfer sind für die Verteilung und Organisation zuständig
  • 46 an Cholera erkrankte Kinder konnten behandelt werden
  • 637 bedürftige Familien in ländlichen Gebieten erhielten Lebensmittelrationen ausreichend für 4 bis 6 Wochen
  • 123 Kindern in Taizz, Sanaa und Ibb erhielten Unterstützung für Lebensmittel und Schulbedarf so dass die Kinder und deren Geschwister regelmäßig die Schule besuchen konnten und nicht zur Versorgung der Familien durch zusätzliche Arbeit beitragen mussten.
  • 356 unterernährter Kinder wurden behandelt und bis zur vollständigen Genesung versorgt.
  • 2 Kinder wurden medizinisch versorgt
  • 230 Familien, die aus Hudayidah nach Taiz, und Ibb geflüchtet sind, wurden mit Lebensmittelpakete versorgt.

Für das kommende Jahr sind folgende weitere Projekte geplant:

  • weitere 1000 Behandlungen von unterernährter Kinder in Hudayidah, Taiz und Ibb.
  • Verteilung von Lebensmitteln für 1000 bedürftige Kinder von Familien in ländlichen Gebieten. Die Lebensmittel sollen mindestens für 4 bis 6 Wochen ausreichend sein.
  • die Anzahl der Kinder, die monatlich vom Verein versorgt werden soll auf 200 erhöht werden
  • in Planung ist eine Kinderklinik, deren Baubeginn abhängig nach Spendenaufkommen ist

Unser Dank gilt all den bisherigen Spendern und Unterstützern. Die betroffenen Kinder und deren Familien sind unendlich dankbar für die Hilfe, die ohne Ihre Mithilfe nicht möglich wäre.

Mehr dazu sind Information unter Projekte enthalten.

Millionen Kinder von Hunger bedroht

ARD Video stand 01.11.2018 16:00 Uhr

Mehr als sieben Millionen Kinder drohen nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef im Bürgerkriegsland Jemen zu verhungern. Insgesamt seien die Hälfte der 14 Millionen von einer Hungersnot bedrohten Menschen in dem verarmten Land Kinder, sagte UNICEF-Regionaldirektor Geert Cappelaere. Bereits heute seien 1,8 Millionen Kinder akuter Unterernährung ausgesetzt und 400.000 Kinder von schwerer akuter Unterernährung betroffen. UN-Vertreter betonten, dass die Versorgungslage im Jemen schockierend sei. Vor allem  Kinder in ländlichen Gebieten bekommen kaum Hilfe. Deshalb verstärkt der Verein seine Aktivitäten in den ländlichen Gebieten

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Spender,

hiermit möchten wir Sie über unsere aktuellen Aktivitäten informieren.

Zunächst ein paar Sätze zur Lage im Jemen. Leider hat sich die Situation im nun schon über drei Jahre dauernden Krieg weiter verschlechtert. Es bilden sich ständig neue lokale Milizen, die vom Ausland unterstützt werden; im Moment gibt es kein Anzeichen für Frieden. Man hat das Gefühl, dass die Konfliktparteien und ihre Unterstützer vom Krieg profitieren. Leidtragend ist vor allem die einfache Bevölkerung.

Der Krieg hat nicht nur Häuser, Wohnungen und Felder zerstört, sondern den Großteil jeglicher Infrastruktur und einer funktionierenden Verwaltung. So bekommen alle Mitarbeiter staatlicher Institutionen, wie Beamte oder Lehrer, seit anderthalb Jahren keine Gehälter mehr.

Als „weltweit schlimmste humanitäre Krise“ bezeichnete UN-Generalsekretär Antonio Guterres die Lage auf der internationalen Geberkonferenz Anfang April in Genf. Die Hungersnot hat praktisch alle Regionen erreicht. Über 8 Millionen Menschen wissen nicht, wo sie ihr nächstes Essen herbekommen sollten. Viele haben keinen Zugang zu sauberem Wasser. Fast drei Millionen Kinder unter fünf Jahren seien unterernährt, kritisierte Guterres – und: „Alle zehn Minuten stirbt ein Kind aus vermeidbaren Gründen.“ So gebe es im Jemen noch mehr als eine Million Cholera-Fälle.

Ein kleines positives Zeichen ist, dass die Anzahl der neu mit Cholera erkrankten Kinder stark zurückgegangen ist; die internationale Hilfsorganisation haben in vielen Städten Aufnahmezentren aufgebaut. Allerdings werden Kinder in abgelegenen Gebieten von der Hilfe kaum erreicht. Diesen Familien fehlen sowohl das Geld als auch die Möglichkeiten, zur Behandlung in die Stadt zu fahren.

Der Krieg

Die Unruhen in Jemen begannen im sog. arabischen Frühling 2011. Diese haben dazu geführt, dass der damalige amtierende Präsident Salih sein Amt an seinen Stellvertreter Abd Rabbo Mansur Hadi übergab. Damit begann der Kampf um die Macht zwischen den verschiedenen Gruppierungen in Jemen. Saudi-Arabien mit einigen Ländern haben sich 2015 in den Konflikt eingemischt, indem sie mit Luftangriffen sämtliche Flughäfen zerstörten. Die Huthis haben sich mit dem ehemaligen Präsidenten Salih gegen den amtierenden Präsidenten Hadi und seinen Verbündeten (Koalition Saudi-Arabien mit mehreren Ländern) verbündet. Mit den Luftangriffen, die die Alliierten durchführen, wurde die gesamte Infrastruktur des Landes vollständig zerstört.

Die Zivilbevölkerung leidet unter dem Krieg extrem. Die Luftangriffe treffen regelmäßig auch zivile Ziele wie Schulen oder sogar Krankenhäuser; auch die zivile Infrastruktur wie Häfen und Flughäfen ist durch die Bombardierungen großenteils zerstört. Zudem blockiert Saudi-Arabien fast alle Versorgungswege. Lediglich aus Dschibouti können über den Hafen Hudaydah Waren in größeren Mengen in das Land gelangen.

Offizielle Zahlen der WHO, des UN-Flüchtlingskommissariats UNHCR sowie anderer Hilfsorganisationen verdeutlichen die dramatische Lage:

20 Mio.Menschen, 70 % der Bevölkerung, benötigen dringend humanitäre Hilfe

16 Mio. Menschen, 60 % der Bevölkerung, haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, Sanitäranlagen und medizinischer Versorgung

2,7 Mio. Menschen, 10 % der Bevölkerung, sind auf der Flucht

2,3 Mio. Kinder sind unterernährt und dringend auf Hilfe angewiesen

Alle 10 Minuten stirbt im Jemen ein Kind aufgrund der katastrophalen Lebensbedingungen

800.000 Staatsbedienstete, darunter die Lehrer, bekommen seit einem Jahr kein Gehalt mehr. Haben viele Lehrer anfangs noch aus Engagement den Unterricht aufrechterhalten, mussten auch sie inzwischen aufgeben, weil sie um ihr Überleben kämpfen müssen; es gibt praktisch keinen geregelten Schulunterricht mehr.

BITTE UNTERSTÜTZEN SIE  DIE NOTLEIDENDEN KINDER MIT IHRER SPENDE!

Mit Ihre Spende werde Sie folgende Projekte finanzieren: