Kinder Jemens kämpfen gegen Hunger und Cholera

Nach zwei Jahren Bürgerkrieg leiden die Menschen, vor allem an Hunger und Armut. Wie katastrophal die Lage der Kinder ist zeigt eine Studie von Unicef sowie ein Artikel, der kürzlich im Ärzteblatt erschienen ist. https://www.aerzteblatt.de/archiv/194052/Jemen-Krieg-Ernaehrungskrise-und-Cholera

ARD Weltspiegel berichtete am  So, 11.02.18 | 19:20 Uhr
Jemen: Eine Ärztin kämpft für die Ärmsten

Laut Angaben der Vereinten Nationen leiden im Jemen mehr als acht Millionen Menschen an Hunger. Das ist mehr als ein Drittel der Bevölkerung. Die Ärztin Dr. Ashwaq Muharram, die für unseren Verein als Helferin tätig ist, aus der Stadt Hodeida versucht Familien in Not zu helfen. Die Situation im Jemen ist grausam: Laut Angaben der Vereinten Nationen leiden mehr als acht Millionen Menschen an Hunger. Das ist mehr als ein Drittel der Bevölkerung. Die medizinische Versorgung ist überall katastrophal, besonders aber auf dem Land. Selten gelingt es ausländischen Journalisten, in den Jemen zu kommen. Ein jemenitisches Team, das schon lange für die ARD arbeitet, hatte nun die Möglichkeit, für den Weltspiegel in dem Bürgerkriegsland zu drehen: 

http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/videos/jemen-gesundheit-video-100.html

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Spender,

hiermit möchten wir Sie über unsere aktuellen Aktivitäten informieren.

Zunächst ein paar Sätze zur Lage im Jemen. Leider hat sich die Situation im nun schon über drei Jahre dauernden Krieg weiter verschlechtert. Es bilden sich ständig neue lokale Milizen, die vom Ausland unterstützt werden; im Moment gibt es kein Anzeichen für Frieden. Man hat das Gefühl, dass die Konfliktparteien und ihre Unterstützer vom Krieg profitieren. Leidtragend ist vor allem die einfache Bevölkerung.

Der Krieg hat nicht nur Häuser, Wohnungen und Felder zerstört, sondern den Großteil jeglicher Infrastruktur und einer funktionierenden Verwaltung. So bekommen alle Mitarbeiter staatlicher Institutionen, wie Beamte oder Lehrer, seit anderthalb Jahren keine Gehälter mehr.

Als „weltweit schlimmste humanitäre Krise“ bezeichnete UN-Generalsekretär Antonio Guterres die Lage auf der internationalen Geberkonferenz Anfang April in Genf. Die Hungersnot hat praktisch alle Regionen erreicht. Über 8 Millionen Menschen wissen nicht, wo sie ihr nächstes Essen herbekommen sollten. Viele haben keinen Zugang zu sauberem Wasser. Fast drei Millionen Kinder unter fünf Jahren seien unterernährt, kritisierte Guterres – und: „Alle zehn Minuten stirbt ein Kind aus vermeidbaren Gründen.“ So gebe es im Jemen noch mehr als eine Million Cholera-Fälle.

Ein kleines positives Zeichen ist, dass die Anzahl der neu mit Cholera erkrankten Kinder stark zurückgegangen ist; die internationale Hilfsorganisation haben in vielen Städten Aufnahmezentren aufgebaut. Allerdings werden Kinder in abgelegenen Gebieten von der Hilfe kaum erreicht. Diesen Familien fehlen sowohl das Geld als auch die Möglichkeiten, zur Behandlung in die Stadt zu fahren.

Der Krieg

Die Unruhen in Jemen begannen im sog. arabischen Frühling 2011. Diese haben dazu geführt, dass der damalige amtierende Präsident Salih sein Amt an seinen Stellvertreter Abd Rabbo Mansur Hadi übergab. Damit begann der Kampf um die Macht zwischen den verschiedenen Gruppierungen in Jemen. Saudi-Arabien mit einigen Ländern haben sich 2015 in den Konflikt eingemischt, indem sie mit Luftangriffen sämtliche Flughäfen zerstörten. Die Huthis haben sich mit dem ehemaligen Präsidenten Salih gegen den amtierenden Präsidenten Hadi und seinen Verbündeten (Koalition Saudi-Arabien mit mehreren Ländern) verbündet. Mit den Luftangriffen, die die Alliierten durchführen, wurde die gesamte Infrastruktur des Landes vollständig zerstört.

Die Zivilbevölkerung leidet unter dem Krieg extrem. Die Luftangriffe treffen regelmäßig auch zivile Ziele wie Schulen oder sogar Krankenhäuser; auch die zivile Infrastruktur wie Häfen und Flughäfen ist durch die Bombardierungen großenteils zerstört. Zudem blockiert Saudi-Arabien fast alle Versorgungswege. Lediglich aus Dschibouti können über den Hafen Hudaydah Waren in größeren Mengen in das Land gelangen.

Offizielle Zahlen der WHO, des UN-Flüchtlingskommissariats UNHCR sowie anderer Hilfsorganisationen verdeutlichen die dramatische Lage:

20 Mio.Menschen, 70 % der Bevölkerung, benötigen dringend humanitäre Hilfe

16 Mio. Menschen, 60 % der Bevölkerung, haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, Sanitäranlagen und medizinischer Versorgung

2,7 Mio. Menschen, 10 % der Bevölkerung, sind auf der Flucht

2,3 Mio. Kinder sind unterernährt und dringend auf Hilfe angewiesen

Alle 10 Minuten stirbt im Jemen ein Kind aufgrund der katastrophalen Lebensbedingungen

800.000 Staatsbedienstete, darunter die Lehrer, bekommen seit einem Jahr kein Gehalt mehr. Haben viele Lehrer anfangs noch aus Engagement den Unterricht aufrechterhalten, mussten auch sie inzwischen aufgeben, weil sie um ihr Überleben kämpfen müssen; es gibt praktisch keinen geregelten Schulunterricht mehr.

BITTE UNTERSTÜTZEN SIE  DIE NOTLEIDENDEN KINDER MIT IHRER SPENDE!!

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